Kulturwissenschaft

Die Studienfächer Kulturwissenschaft und Cultural Studies haben nicht denselben Inhalt, wollen aber ähnliches. Es geht um fächerübergreifende Studien von Kultur(en) in materieller oder symbolischer Dimension. Als zusammenfassender Ansatz ethnologischer, sprachwissenschaftlicher, kunst- und literaturwissenschaftlicher, philosophischer, theologischer, soziologischer, psychologischer und medienwissenschaftlicher Ansätze zu einem einzigen Fach versteht sich die Kulturwissenschaft. Interdisziplinäre Ansätze gab es in einzelnen dieser Fächer schon länger.

Während des Studiums auch mal XBox Spiele spielen

Wer sich dem Studium der Kulturwissenschaften verschrieben hat, der weiß, dass es sich dabei um ein enorm zeitaufwendiges Studium handelt. Man sollte sich jedoch den dadurch aufkommenden Druck nicht über den Kopf steigen lassen und auch mal die ein oder andere Pause machen um beispielsweise mit seinen Freunden ein paar XBox Spiele zu spielen .

Den Beginn der kulturwissenschaftlichen Ansätze als eigenständiger Disziplin kann man bis 1920 zurückverfolgen. Einflussgeber waren Georg Simmel oder Ernst Cassirer mit ihrer Kulturphilosophie, Max Weber oder Aby Warburg mit ihren sozilogischen und kunsthistorischen Ansätzen. Der Begriff “Cultural Studies” wurde für die fächerübergreifenden Studienansätze in den Sechzigern geprägt und gewann schnell an Bedeutung. Man erkannte, dass Kultur mehr ist als nur ein ethnologischer oder historischer Begriff. Die Bezeichnung “Kulturwissenschaften” beschrieb seit den Achtziger Jahren das neue Selbstverständnis des Faches. An den Universitäten existieren allerdings verschiedene Ausrichtungen der Kulturwissenschaft. Entweder lehrt man sie im Sinne der Ethnologie als empirische Kulturwissenschaft oder versteht sie unter dem historischen Aspekt als Kulturgeschichte und -wissenschaft bzw. Medienkultur. Begrifflich unterscheidet man derzeit noch zwischen den Kulturwissenschaften und der Kulturwissenschaft. Unter Ersterem versteht man Untersuchungsmethoden einzelner geisteswissenschaftlicher Fächer zum Thema Kultur. Die fächerübergreifende Disziplin der Kulturwissenschaft nutzt die Ergebnisse einzelner Disziplinen für eine eigenständige Reflektion und Kritik von Kultur.

Inhaltlich geht es nicht mehr nur um Hochkultur, sondern gerade auch um Alltagskultur. Kein Bereich des kulturellen Lebens ist von der Untersuchung ausgeschlossen, auch nicht der Einfluss der Massenmedien. Ideen aus den Cultural Studies oder den Humanities werden integriert. Statt nur schriftlichen Überlieferungen eine zentrale Rolle zuzuweisen, interessiert man sich heutzutage für alle Formen tradierten Wissens. Das kulturelle Gedächtnis, das man bisher nur in schriftlichen Zeugnissen gegeben sah, wird nun weiter gefasst. Eine Kultur beruft sich schließlich nicht nur auf schriftliches Wissen, sondern erfindet sich ständig unter Rückbezug auf Bekanntes und Tradiertes neu. Inhalt der Kulturwissenschaft sind auch die Weitergabe und Übertragung bzw. Übernahme kultureller Symbole und Formen über Grenzen hinweg – seien es nun Landesgrenzen, ethnische Grenzen oder historische Markierungen. Keine bekannte Kultur bestand je vollkommen isoliert von anderen. In der deutschen Kulturwissenschaft versteht man sich nicht so sehr als rein politische Wissenschaft. Die Ansätze sind wesentlich weiter gefasst als die anglo-amerikanischen Cultural Studies. Seitens der Kritiker wird bezweifelt, dass man mit wissenschaftlicher Neutralität über Kultur forschen kann, weil man immer selbst Teil einer Kultur ist – oder sogar mehreren Kulturen und Subkulturen angehört.

Im Unterschied zur deutschen Kulturgeschichte sind die englisch-amerikanischen Cultural Studies als Forschungsparadigma der Sozial- und Geisteswissenschaften anzusehen. Mit diesem fächerübergreifenden Ansatz will man Erkenntnisse aus der Kulturanthropologie, der Soziologie, Kommunikationswissenschaft, der Literatur- und Filmtheorie zusammenfassen und die Bedeutung von Kultur als Ausübung alltäglicher Praktiken verstanden wissen. Populärkultur und Hochkultur werden nicht mehr als Gegensätze verstanden, sondern als Ergänzung voneinander. Die Cultural Studies thematisieren sozial-strukturelle Merkmale. Am Beispiel einer Ethnie, Klasse oder Schicht, den Themen Gender oder sexueller Orientierung wird der Untersuchungsgegenstand möglichst ohne voreingenommene Sichtweisen untersucht. Die eigene Sozialisierung aber, so die Kritiker, sorge immer dafür, das man voreingenommene Standpunkte einnehme. Diese müssen in einer Quellenkritik und Selbstreflexion ebenfalls thematisiert werden. In den Sechzigern befand sich das Zentrum der Kulturforschung im Rahmen der Cultural Studies hauptsächlich am Birmingham Centre for Contemporary Cultural Studies, in den Achtzigern steuerten vor allem die Amerikaner neue Ansätze und Interpretationen bei. In Deutschland interessierte man sich erst in den Neunziger Jahren für fächerübergreifende Ansätze. So musste man sich beispielsweise zunehmend mit den Auswirkungen fremder Kulturen auf das eigene Sozialwesen befassen, weil auch die wachsende Kriminalität häufiger von kulturellen Motiven durchdrungen war. Ethnologen wurden als Berater der Polizei herangezogen und machten manches verständlicher. Die Cultural Criminology entstand als Konsequenz aus diesen Erkenntnissen. Auch in der Schwangerschafts- und Familienberatung wurde der veränderte Bedarf schnell erannt.

Dem Ansatz der Kulturwissenschaft wird zukünftig immer mehr Bedeutung zukommen, egal in welchem Selbstverständnis sie steht. Jede Kultur ist heute dank der Globalisierung von anderen Einflüssen durchdrungen. Ohne das Verstehen kultureller Zusammenhänge können Geschehnisse und Entwicklungen nicht mehr erfasst, analysiert und zugeordnet werden. Dabei ist Kultur zunächst ein abstrakter Begriff, der sich aber anhand von Tätigkeiten, Materialien, Bedeutungsinhalten oder Interpretationen erfassen lässt.

Die Entwicklung der Informationstechnologie hat in den letzten fünf Jahren einen Schritt gemacht, den niemand voraussehen konnte. Zu Beginn des Jahrtausends waren vor allem die Betriebssysteme und die rasche Entwicklung der Computer ein Gesprächsthema. Derweil hat aber eine ganz andere Entwicklung einen tatsächlichen Einfluss auf den Alltag genommen: Die Handys und Smartphones. Die modernen Begleiter haben einen wichtigen Einfluss auf unser Leben und übernehmen immer mehr Aufgaben im Alltag.

Moderne Handys und Smartphones sind vor allem in Hinblick auf ihre Funktionalität ein interessantes Beispiel für die moderne Entwicklung. Die Apps, kleine Programme auf den Smartphones, haben neben den Navigationsgeräten auch andere Dinge in unseren Leben abgelöst. Der Einkaufszettel, die Visitenkarte und die Kamera sind aus unserem Alltag verschwunden und wurden längst durch die mobilen Begleiter abgelöst. Durch die immer größere Funktionalität und Vielfalt bei den unterschiedlichen Geräten darf man annehmen, dass immer mehr Aufgaben im Alltag durch die kleinen Helfer übernommen werden. Dabei dürfen wir aber nicht vergessen, dass ein Handy soziale Kontakte und echte Interaktion niemals ersetzen sollte.

Posted in Allgemein | Kommentare deaktiviert

Hallo Welt!

Willkommen zur deutschen Version von WordPress. Dies ist der erste Artikel. Du kannst ihn bearbeiten oder löschen. Um Spam zu vermeiden, geh doch gleich mal in den Pluginbereich und aktivier die entsprechenden Plugins. So, und nun genug geschwafelt – jetzt nichts wie ran ans Bloggen!

Posted in Allgemein | 1 Comment